Tränen begleiteten den letzten Abschied des Routiniers von Manchester City
Bescheidenheit führt manche unweigerlich zu
größerem Erfolg. Pep Guardiola bewies diese Bescheidenheit in seinem letzten
Spiel für Manchester City eindrucksvoll. Noch vor Spielende ging er proaktiv
auf Unai Emery zu, umarmte ihn und zollte ihm Respekt. In Guardiolas Augen war
Emery ebenfalls ein herausragender Trainer, der den Respekt aller verdiente.
Der aktuelle Erfolg von Aston Villa war untrennbar mit der harten Arbeit jedes
einzelnen Mitarbeiters verbunden. Guardiola wandte sich daraufhin jedem
Mitglied des Trainerteams von Aston Villa die Hand, blickte auf ihre Fußballtrikots günstig und hoffte, dass auch dieser Verein
eine glorreiche Geschichte in der Premier League schreiben würde.
Gegenseitiger Respekt ist eine so edle Eigenschaft, besonders im selben Beruf. Emery hatte bereits ein Abschiedsgeschenk für Guardiola vorbereitet und so eine Freundschaft zwischen zwei starken Persönlichkeiten begründet. Guardiola befürchtete, dass beide Seiten nach dem Spiel abreisen würden, und hatte ihm diese Geste des Abschieds daher im Voraus überreicht. In diesem letzten Spiel vor ihrem Abschied war Pep Guardiola sichtlich nervös und verhielt sich etwas ungewöhnlich.
Bernardo Silva verließ den Verein, John
Stones verließ ihn, und auch Pep Guardiola selbst verließ ihn. Während des
gesamten Spiels vergoss Pep Guardiola immer wieder Tränen, die er sich mit
seinem Manchester
City trikots abwischte. Bernardo Silva war schon vor dem Anpfiff den
Tränen nahe; seine neunjährige Karriere bei Manchester City ging zu Ende. Auch
der ausgewechselte John Stones war von seinen Gefühlen überwältigt und weinte
hemmungslos auf der Bank. Tränen wurden zum endgültigen Abschied der erfahrenen
Spieler von Manchester City; sie gingen nur ungern, doch letztendlich war alles
die beste Lösung.
