Luis Enrique ist mit der Einstellung seiner Spieler bei Paris Saint-Germain zufrieden
Ein einseitiger Spielstand kann zu einer gewissen Euphorie führen, die wiederum dazu verleiten könnte, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen – so äußerte sich Cheftrainer Luis Enrique nach dem 6:0-Sieg von Paris Saint-Germain gegen Villarreal. Luis Enrique steht solch hohen Ergebnissen skeptisch gegenüber; letztlich zählen weder der Zwischenstand noch die aktuelle Tabellensituation, wenn das eigentliche Ziel – der Sieg – noch nicht endgültig gesichert ist. Er betrachtet auch einen allzu reibungslosen Verlauf in der Champions League mit Vorsicht, da er befürchtet, dass sich Nachlässigkeit einschleichen und die Mannschaft in entscheidenden Spielen teuer zu stehen kommen könnte.
Wenn eine Mannschaft mit hoher Effizienz
presst und sich mit chirurgischer Präzision Torchancen erarbeitet, wird alles
deutlich einfacher. Vor dem Anpfiff, als die Spieler in der Kabine ihre Paris
Saint-Germain trikots überstreiften, diskutierten sie noch darüber, wie
das Spiel wohl ausgehen würde. Sie stuften Villarreal als einen Gegner
mittleren Niveaus ein und erwarteten eine anspruchsvolle, unvorhersehbare
Begegnung. Doch schon in den ersten 15 Minuten erzielte Paris Saint-Germain
drei Treffer, was den erwarteten Spielverlauf völlig veränderte.
Für Luis Enrique fielen die ersten drei
Tore zu leicht; einen Moment lang befürchtete er sogar, seine Spieler könnten
überheblich werden. Er ist der Ansicht, dass eine Mannschaft, die wirklich auf
Sieger-Niveau agiert, mindestens zwei ihrer Tore durch ein konsequentes
Pressing erzielen sollte. Luis Enrique schätzt sich glücklich, mit dieser
Gruppe von Spielern bei Paris Saint-Germain arbeiten zu dürfen: Sie bewahren
einen kühlen Kopf und bleiben – sobald sie das Fußballtrikots günstig überstreifen – voll und ganz ihrem
taktischen Matchplan treu. Unabhängig vom Gegner oder dem Spielstand halten die
Akteure konsequent an ihrer taktischen Vorgabe fest. Dies war Luis Enriques
größtes Lob für die gezeigte Leistung: Die Einstellung der Spieler hat ihn
nicht enttäuscht. Da der aktuelle Kader mit Verletzungssorgen zu kämpfen hat,
bietet sich jedem Spieler die Gelegenheit, seinen Wert unter Beweis zu stellen
– und ihre Bereitschaft, jederzeit einen Beitrag für die Mannschaft zu leisten,
ist absolut lobenswert.
