Es ist so gut, einen Trainer zu haben, der deine Fähigkeiten schätzt
Niemand geht mehr auf sein schlechtes
Temperament ein, niemand tätschelt ihm den Kopf und sagt: „Schon gut, nächstes
Spiel läuft’s besser.“ Mohamed Salah, im Liverpool
trikots auf der Bank sitzend, erinnerte sich plötzlich an seine
Vergangenheit mit Jürgen Klopp, doch die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. In
der Saison 2024/25 spielte Mohamed Salah, angetrieben von seinem unbedingten
Willen, erneut den Premier-League-Titel für Jürgen Klopp zu gewinnen, die
gesamte Saison über herausragend. Damals hatte Mohamed Salah keine Zeit, in
Erinnerungen an diese guten Zeiten zu schwelgen; jetzt, auf der Bank, blickt er
langsam auf seine Karriere nach seinem Wechsel zu Liverpool zurück.
Der junge Mohamed Salah glaubte immer, sein eigenes Können habe andere übertrumpft, doch er vergaß oft, wer ihm diese Chance gegeben hatte. Mohamed Salah ist ein unbeständiger Stürmer; er braucht die Geduld seines Trainers. Während Jürgen Klopps Amtszeit erlebte auch Mohamed Salah mehrere Torflautephasen und längere Phasen schwacher Leistungen. Damals war Klopp stets bereit, Salah Spielzeit zu geben und ihm so zu ermöglichen, seine Torgefährlichkeit wiederzuentdecken.
Nach der Verpflichtung von Arne Slot als
Trainer verlor dieser jedoch die Geduld und entließ jeden, der hinter den
Erwartungen zurückblieb. In der vergangenen Saison zeigte Salah herausragende
Leistungen, verdiente sich Slots Anerkennung und erhielt mehr Spielzeit. In der
Saison 2025/26 erlebte Mohamed Salah jedoch eine weitere Torflaute seiner
Karriere, woraufhin Trainer Slot die Geduld verlor und ihn in günstige fußballtrikots auf der Bank sitzen
ließ, wo er auf seine begrenzte Spielzeit wartete. Der eine Ansatz ist,
Spielpraxis zu sammeln und auf die Rückkehr zur Form zu warten; der andere ist,
auf der Bank auf eine Chance zu warten – das sind zwei völlig unterschiedliche
Situationen. Mohamed Salah verlor mit Jürgen Klopp einen Trainer, der seine
Fähigkeiten erkannte und ihm das Recht einräumte, ihn zu fördern; ihm bleibt
nur die Bank. Wie sehr wünscht sich Mohamed Salah, er könnte Jürgen Klopp
wiedersehen, ihm auf den Kopf klopfen und sagen: „Alles wird gut, streng dich
im nächsten Spiel an, dann findest du wieder zu deiner Bestform.“
