Drei Spieler des FC Liverpool, die jeweils eine Ablösesumme von über 100 Millionen Euro gekostet haben
Nach der 0:3-Heimniederlage gegen
Manchester City hatten die Fans kaum einen Grund, die Spieler als „Hochstapler“
zu beschimpfen. Im Laufe des letzten Jahres hat Liverpool seinen Status in der
Premier League allmählich eingebüßt und ist faktisch auf das Niveau einer
durchschnittlichen Mannschaft abgerutscht. Obwohl Florian Wirtz und Alexander
Isak ihr Können zuvor bereits unter Beweis gestellt hatten, haben sie sich
nicht als die erhofften Heilsbringer erwiesen, die das Ruder bei Liverpool
herumreißen könnten. In zahlreichen Spielen blieb die Leistung von Wirtz im Liverpool
trikots weit hinter dem Niveau zurück, das er bei Bayer Leverkusen
gezeigt hatte.
Es bleibt unklar, ob das Problem in der
Kaderzusammensetzung oder in einem Leistungsabfall der einzelnen Spieler
begründet liegt. Schließlich zeigt Wirtz im Deutschland
trikot gute – womöglich sogar bessere – Leistungen. Was Alexander Isak
betrifft, so sind die Hoffnungen auf eine Rückkehr zu alter Stärke nach zwei
Verletzungen geschwunden; der Verein hat den Transfer faktisch bereits als
Verlust abgeschrieben. Der Klub ist von diesen über 100 Millionen Euro teuren
Neuzugängen enttäuscht, sieht sich jedoch mangels besserer Alternativen
gezwungen, weiterhin auf sie zu setzen.
Letztlich sind die Probleme Liverpools nicht allein auf die schwachen Leistungen von Spielern wie Wirtz zurückzuführen; es spielen noch weitere ungelöste Fragen eine Rolle. Im Sommer investierte der Verein über 100 Millionen Euro in die Verpflichtung von Bradley Barcola, doch dieser konnte bislang keinen nennenswerten Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen. Barcola kam in sechs Premier-League-Partien zum Einsatz, ohne dabei auch nur ein einziges Tor oder eine Vorlage zu verbuchen. Liverpool hat in den vergangenen zwei Jahren massiv in Neuzugänge investiert, und dennoch fehlt es dem Kader an der nötigen Qualität – wie wird der Verein diese missliche Lage lösen?
